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Ernährung meiner Hunde:  Ich barfe!


Warum Rohfütterung?  Weil es natürlich und artgerecht ist.

Vorteile: Meine Junghunde wachsen langsamer und länger und damit gesünder. Die Hunde sind krankheitsunanfällig und werden deutlich älter. Diese Ernährung macht Hunde ausgeglichener und verleiht ihnen eine gute Kondition und Konstitution. Außerdem weiß ich genau, was in meinem Futter ist.

Barfen ist günstiger als ein gutes Trockenfutter.

Trockenfutter haben überwiegend einen hohen Getreideanteil  - Getreide ist bei Hunden Allergieauslöser Nr. 1 und Krebserreger Nr.1  - Futtermittelallergien sind bei Fütterung von Trockenfutter meist "selfmade".

Ich barfe schon seit über 6 Jahren meine Hunde, da ich damit einfach nur positive Erfahrungen gemacht habe.

Ich habe teilweise fast unglaubliche Veränderungen / Verbesserungen an meinen Hunden durch die Umstellung auf die Rohfütterung festgestellt, das ich hier gerne im Folgenden davon berichten möchte.

Malinoishündin Joy, kastriert, hatte akute Magenprobleme, trotz diverser Untersuchungen von Tierärzten und Tierheilpraktikern, sowie unzähligen Versuchen mit anderen Trockenfuttersorten, mußte der Hund zwischen 2 und 4 mal am Tag Magensäure erbrechen. Zudem war sie sehr dünn (Rippenzählen) und hatte dünnes Fell ohne Unterwolle. Durch sie bin ich zur Rohfütterung gekommen - es war nur ein weiterer Versuch - allerdings mit durchschlagendem Ergebnis. Schon nach 2 Wochen hat der Hund nicht mehr gebrochen, nach ein paar Wochen hat sie Unterwolle ausgebildet und war das erste Mal in ihrem Leben (sie war dort etwa 6 Jahre alt) nicht mehr klapperdürr. Wesenstechnisch wurde sie ruhiger und ausgeglichener - U N D der Hund war deutlich weniger an Wild interessiert (bei einem Jäger wie ein Malinois wirklich erstaunlich). Auch von anderen Barfern habe ich später erfahren, das sie diese Veränderung am Jagdverhalten durch die Umstellung aufs Rohfutter festgestellt haben. Für mich war das fast unglaublich!

Ebenso hatte ich zu der Zeit die Airedale Terrier Hündin Afra. Sie war 11,5 Jahre alt und hatte eine wachsende Zahl von Hauttumoren. In dem Jahr hatte sie zwei Tumor-Operationen und der Tierarzt meinte, es ginge wohl nicht mehr lange mit ihr. Eigentlich nur aus Bequemlichkeit habe ich sie mit gebarft. Der verblüffende Effekt: Die Hauttumoren haben ihr Wachstum eingestellt. In den weiteren Jahren war sie nicht mehr krank, mit der Arthrose hatte sie fast keine Probleme mehr und in einem, für einen Airedale Terrier, fast bieblischem Alter von fast 16 Jahren habe ich sie dann in den Himmel geschickt. Das Barfen hat mir noch 4,5 Jahre mit dem Hund geschenkt.

Auch zu der Zeit der Umstellung auf die Rohfütterung war Sunny, der Welshterrier, schon bei uns und sie hat schon mit dem Welpen- und Junghundefutter massive Probleme gehabt. Sie hat sich ständig gekratzt, hatte trockenes, stumpfes Fell und in Schüben schwillten die Ohren an, wie bei einem Othämatom. Die Heilpraktikern stellte eine Allergie auf Geflügelfleisch im Trockenfutter fest. Ein Trockenfutter ohne Geflügelanteile zu bekommen, war schier unmöglich. Seit dem ich sie nun auch roh füttere, hat sie keinerlei Allergien mehr - und Geflügel verträgt sie besonders gut ;-)

Der letzte im Bunde der positiven Ergebnisse war der Tierschutzhund Marlon - Belgischer Schäferund. Als er bei mir ankam, war er klapperdürr und hatte permanent Durchfall. Blutergebnisse waren einwandfrei. Er schien empfindlich auf Fett zu reagieren und auch verschiedene Futtersorten mit niedrigem Fettgehalt sowie Diätfutter brachten keine Besserung. Die Rohfütterung hat ihn fast pummelig gemacht und am besten vertrug er alles vom Geflügel, auch er wurde ausgeglichener im Wesen.

Nun zu meinen Bordermädchen:

Jess-Lynn habe ich das erste halbe Jahr noch das Junghundefutter vom Züchter gegeben, da ich mich noch nicht getraut habe, gleich den Welpen zu barfen. Dafür war Jess-Lynn dann öfters mal krank. Magen-Darm-Virus( mußte sogar Infusionen bekommen) und Zwingerhusten, sind ja bei Welpen nicht selten. Aber selbst der steinalte Airedale hat sich nicht angesteckt. Zudem mußte Jess-Lynn 5 bis 6 große Haufen am Tag machen und wurde sehr schwer stubenrein. Als sie 6 Monate alt war, hatte ich die Faxen dicke und hab sie umgestellt. Seit dem war sie nicht mehr krank und macht 2 kleine Häufchen am Tag und stubenrein wurde sie dann auch schnell.

Bei Hazel habe ich mit dem Barfen angefangen, nachdem der Sack Futter vom Züchter alle war. Auch sie hatte sich promt auf dem Hundeplatz was eingefangen, ist dann aber wieder schnell fit gewesen. Sie hatte Ausschlag unterm Bauch, nachdem ich sie umgestellt habe - ein Zeichen für die Entgiftung des Körpers und von daher nicht beunruhigend. Zwei Wochen später war der Ausschlag wieder weg.

Bei Marie Jane habe ich mich dann getraut, den Hund vom ersten Tag bei mir gleich roh zu füttern. Züchterin Gudrun war so nett in den letzten 1,5 Wochen, wo die Welpen noch bei ihr waren, neben dem Welpenfutter schon mal Frischfleisch zu zufüttern. Für Marie Jane hatte es den Effekt, das ihr Magen-Darm-Trakt auf diese Art des Futters schon eingestellt war. Es gab wirklich keinerlei Probleme, kein Durchfall und keine Krankheiten. Marie Jane ist topfit, wächst schön langsam und gesund.


Um euch einen Eindruck zu geben, schreibe ich mal wie der Speiseplan meiner Hunde so aussieht:

Morgens gibt es immer Rindfleischknochen!

Abends gibt es zweimal in der Woche Hühnermägen mit Gemüsepams (oder Babygläschen), Rapsöl, Spirulina, Muschelextrakt, Apfelessig, Knochenmehl, Honig, Eier inkl. Schale, Joghurt oder Hüttenkäse - wechselweise - und was sonst noch so im Angebot ist. Dazu dann 1x in der Woche Kaninchenohr oder Pfote mit Fell.

Das Fell ist gut zur Reinigung des Magen-Darm-Traktes. Ist Kaninchenfell nicht vorhanden, gibt es frische Rinderohren mit Haaren einmal in der Woche.

So sieht das dann aus.

( Die Hähnchenmägen sind zu erkennen, zusätzlich von links nach rechts, oben: kaltgeschleuderter Honig 1 Tl., 2 Eßl. körniger Frischkäse, 2 Spirulina Tabl., 2 Kapseln mit Muschelextrakt. In der Mitte:1 Ei, 2 Eßl. vom Babygläschen, 1 Messerspitze Knochenmehl. Unten: Einerschale, Apfelessig und kaltgepresstes Rapsöl. )

Weiter im Speiseplan:

Alle zwei Wochen abends gibt es Hühner- , Puten - oder Kaninchenleber.

Die anderen Abende gibt es was sonst noch so da ist an Fleisch und Knochen, so z.B. Markknochen, Putenhälse, Hähnchenhälse, Hähnchenkarkassen, Kaninchenfleisch, Pansen, Fisch, manchmal bekomme ich etwas von Freunden vom Lamm/Schaf oder Wild.


Am teuersten wäre eigentlich das Kaninchen (ca. 10,- Euro das Kilo), aber da ich Schlachtkaninchen ja selber für mich und die Ernährung meiner Hunde züchte, verbinde ich meinen Spleen für Kaninchen mit der Möglichkeit meine Hunde gesund zu ernähren. Noch ein Vorteil: ich weiß genau, womit ich die Kaninchen ernährt habe. (z.B. Heu von den eigenen Wiesen, Möhren, Äpfel von den eigenen Bäumen und weiteres Gutes an Grün und Kräutern, die in unserem Garten wachsen).

Die Hähnchenmägen kosten etwa 2,56 Euro pro kg - wären damit außer Kaninchen die teuersten.

Mit 1,80 Euro pro kg sind danach die Rindfleischknochen und Markknochen dran, die ich vom Fleischer um die Ecke besorge.

Putenhälse schlagen mit etwa 1,20 Euro pro Kilo zu buche. (vom Geflügelhof)

Beim Rinder-Schlachthof bekomme ich einen ganzen Pansen für 5,- Euro - da so ein ganzer Pansen zwischen 7 und 9 kg wiegt, liegt der kg-Preis auch deutlich unter einem Euro.

Am günstigsten sind Hähnchenrücken und -Hälse die ich für 0,80 Euro das Kilo direkt vom Geflügelhof beziehe.

Fisch hole ich entweder aus der Tiefkühltruhe vom Supermarkt oder aber vom Markt. Allerdings gibt es nicht oft Fisch, so das die Preise nicht so wichtig für mich sind.

Ungewürzter Thunfisch in Öl aus der Dose ist übrigens der Renner bei meinen Hunden - eine Dose kostet aber um die 0,60 Euro - also nur etwas für Festtage ;-).


Es stimmt nicht, das ich deutlich mehr füttern muß, weil der Wassergehalt im Frischfutter höher ist. Was aber stimmt ist, das die Hunde viel weniger Durst haben, als wenn sie Trockenfutter bekommen.

Die Menge des Futters variert natürlich nach dem individuellen Bedarf meiner Hunde, aber sie bekommen relativ wenig, sind aber in der Lage alles Verwertbare aufzunehmen. Die Häufchen sind klein und hell und zerfallen manchmal wenn man dran tritt. Ein Zeichen, das wirklich alles verwertet wurde was geht.

Ein gutes Trockenfutter (Gibt es das überhaupt ? ) kostet zwischen 3,50 und 5,- Euro pro kg und ich muß einiges an Menge füttern, damit meine aktiven Border Collies nicht vom Fleisch fallen. Die Haufen sind groß, da diese Futter überwiegend aus Füllstoffen bestehen, die die Hunde nicht verwerten können.

Lasse ich mal die Kaninchen aussen vor, so übersteigt mein Preis pro kg im Schnitt die 2,- Euro nicht und somit bin ich bei 4 Hunden wirklich günstig dabei.

Für mich ein Grund mehr fürs Barfen.


Wer sich weiter über die Rohfütterung informieren möchte der kann mal auf

http://www.drei-hunde-nacht.de   oder http://www.gesundehunde.de schauen.

Natürlich werde auch ich allen Interessenten am Barfen mit Rat und Tat zur Seite stehen und es meinen Welpenkäufern versuchen näher zu bringen.